Der menschliche Körper ist ein hochkomplexes biologisches System, das auf präzise regulierte biochemische Prozesse angewiesen ist, um Zellfunktionen, Entgiftung, Nährstoffverwertung und Immunabwehr aufrechtzuerhalten. Ein zentraler Mechanismus dabei ist der Methylierungszyklus, der maßgeblich für die Zellkommunikation und die Aufrechterhaltung der Homöostase – das innere Gleichgewicht des Körpers – verantwortlich ist.

Forschung von Dr. Rebeca Eriksen: 

Verbindung zwischen Methylierung, Autismus und Homöostase

Dr. Rebeca Eriksen, eine renommierte Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der molekularen Biochemie, hat in ihren Studien den Zusammenhang zwischen Methylierungsprozessen, neurobiologischen Störungen und Autismus-Spektrum-Erkrankungen (ASS) untersucht. Ihre Forschungen zeigen, dass Störungen der Methylierung direkten Einfluss auf die Zellkommunikation, Neurotransmitter-Balance und das Immunsystem haben, wodurch sie als ein kritischer Faktor in der Pathogenese von Autismus betrachtet werden können.

Methylierung und Zellkommunikation: Die unsichtbare Infrastruktur des Körpers

Die Methylierung ist ein essenzieller biochemischer Prozess, bei dem Methylgruppen (-CH₃) auf verschiedene Moleküle übertragen werden, um lebenswichtige Funktionen wie DNA-Reparatur, Neurotransmitter-Synthese und die Aktivierung oder Stilllegung bestimmter Gene zu steuern. Diese Prozesse sind für die Zellkommunikation unverzichtbar, da sie beeinflussen, wie Zellen Signale empfangen, verarbeiten und weiterleiten.

Dr. Eriksen zeigte in ihrer Studie, dass eine fehlerhafte Methylierung, wie sie durch die MTHFR-Genmutation verursacht werden kann, diesen reibungslosen Informationsfluss innerhalb der Zellen unterbricht. Infolgedessen wird nicht nur die Fähigkeit des Körpers zur Entgiftung reduziert, sondern auch die Signalübertragung zwischen Nervenzellen gestört. Dies kann neuronale Dysfunktionen und chronische Entzündungen im Gehirn auslösen – ein charakteristisches Merkmal bei Autismus.

Wenn der Methylierungszyklus nicht optimal funktioniert, haben toxische Stoffe – darunter Schwermetalle, Umweltgifte und Stoffwechselabfallprodukte – keinen effizienten Abbauweg. Stattdessen sammeln sich diese Gifte im Körper an und beeinträchtigen wichtige Organsysteme, insbesondere das Gehirn, das Immunsystem und den Darm.

Homöostase: Das empfindliche Gleichgewicht im Körper

Die Homöostase bezeichnet die Fähigkeit des Körpers, eine stabile innere Umgebung aufrechtzuerhalten, selbst wenn äußere oder innere Störfaktoren auftreten. Dieser Prozess umfasst die Regulation von Temperatur, pH-Wert, Hormonspiegeln, Neurotransmittern, Immunsystem-Aktivität und Zellstoffwechsel.

Laut den Studien von Dr. Eriksen sind bei Kindern mit Autismus die Methylierungsprozesse gestört, wodurch die Homöostase schwer beeinträchtigt wird:

Entgiftungssystem: Schadstoffe, wie Schwermetalle (z. B. Quecksilber, Blei), Pestizide oder Lebensmittelzusätze, verbleiben länger im Körper, anstatt über Leber, Niere und Darm ausgeschieden zu werden. Dies führt zu erhöhter Entzündung und oxidativem Stress, der Nervenzellen schädigt.

Neurotransmitter-Ungleichgewicht: Methylierung ist essenziell für die Produktion und den Abbau von Dopamin, Serotonin, GABA und Glutamat. Ein unausgewogenes Verhältnis dieser Neurotransmitter kann zu Hyperaktivität, sensorischen Überempfindlichkeiten, Angststörungen und Lernschwierigkeiten führen.

Darmgesundheit und das Immunsystem: Der Darm beherbergt eine komplexe Mikrobiota, die über den Vagusnerv mit dem Gehirn kommuniziert („Darm-Hirn-Achse“). Störungen durch Candida, Clostridium und andere pathogene Mikroben, die durch undichte Darmschleimhaut (Leaky Gut) in den Blutkreislauf gelangen, lösen Immunreaktionen aus.

Diese Entzündungsprozesse tragen dazu bei, dass das Immunsystem chronisch überaktiviert wird und sich gegen gesunde Gehirnzellen und Neuronen richtet, anstatt schädliche Toxine zu eliminieren. Dadurch entstehen neuronale Schäden, die mit typischen Autismus-Symptomen wie sozialem Rückzug, Reizüberflutung, stereotypem Verhalten und verzögerter Sprachentwicklung einhergehen.

Wiederherstellung der Homöostase durch gezielte Nährstofftherapie

Dr. Eriksen empfiehlt in ihren Arbeiten eine gezielte Ernährungstherapie und Nährstoffintervention, um die beeinträchtigten Prozesse zu regulieren. Folgende bioaktive Nährstoffe haben sich als hilfreich erwiesen:

Methylcobalamin (B12): Unterstützt die DNA-Reparatur, neuronale Regeneration und Neurotransmitter-Balance.

Pyridoxal-5-Phosphat (B6): Essenziell für die Produktion von GABA und Serotonin, reduziert Angstzustände und sensorische Überempfindlichkeiten.

5-Methyltetrahydrofolat (5-MTHF): Aktivierte Folsäureform, notwendig für die Entgiftung, Zellteilung und Herstellung von Neurotransmittern.

Diese gezielte Zufuhr von aktivierten B-Vitaminen trägt dazu bei, die geschädigten biochemischen Prozesse zu stabilisieren. In Kombination mit einer antientzündlichen Ernährung, Darmaufbau durch Prä- und Probiotika, einer Reduktion von Umweltgiften und Stressmanagement kann das Immunsystem entlastet und die Selbstheilungsfähigkeit des Körpers gefördert werden.

Fazit

Die Studien von Dr. Rebeca Eriksen verdeutlichen, dass Autismus nicht nur eine neurologische Entwicklungsstörung ist, sondern auch als biomedizinische und neurotoxische Erkrankung betrachtet werden kann. Eine gezielte Unterstützung des Methylierungszyklus und der Zellkommunikation kann wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.

 

Januar
2025

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